SV Steinhausen an der Rottum 1931 e.V.

 

steinhausen
Nach der so genannten „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten 1933 erfuhr der FV Steinhausen wie alle Sportvereine seinen ersten Aufschwung, da das neue Regime jede Art körperlicher Ertüchtigung förderte. Nicht ausschließlich Fußball war das sportliche Betätigungsfeld, sondern auch Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Keulenwurf sowie 100 – Meter – Lauf und 3000 – Meter – Läufe wurden durchgeführt.

Bei den Verbandsmeisterschaftsrunden der Vorkriegsjahre waren die Fußballer des FV Steinhausen noch weniger erfolgreich, dafür waren sie aber die erfolgreichste Pokalmannschaft in der weiteren Umgebung, eine eindrucksvolle Sammlung an Pokalen geben noch heute Zeugnis davon.

Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 erlahmten die sportlichen Aktivitäten zunehmend, da die meisten Mitglieder in die Wehrmacht eingezogen wurden. Drei der zwölf Gründungsmitglieder kehrten aus dem Kriege, der am 8. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht endete, nicht wieder zurück. Sebastian Reisch († 1941) und Franz Reisch († 1944) waren gefallen, Wilhelm Haitz blieb vermisst.

Nach der Kapitulation schlug auch für den Sportverein in Steinhausen die „Stunde Null“. Den Aufzeichnungen des damaligen Spielführers, Schriftführers und Kassenwarts Bruno Denzel zufolge gab es damals Schwierigkeiten bei der Neugründung des Vereins, da auf Anordnung der französischen Militärregierung der alte Vereinsname „FV Steinhausen“ nicht mehr geführt werden durfte. Unter dem neuen Namen SV Steinhausen setzte sich die Erfolgsgeschichte eines Traditionsvereins 1946 fort. Unter dem ersten Nachkriegsvorsitzenden Franz Gaßebner wuchs die Mitgliederzahl schon ein Jahr nach der Neugründung auf 45 an. Die ersten Jahre nach der Neugründung waren allerdings recht turbulent, fast jährlich wurde ein neuer Vorsitzender gewählt. 1959 gab sich der Verein eine neue Satzung und wurde ein „eingetragener Verein“ (e.V.). Der Verein stabilisierte durch straffere Finanzpolitik seine wirtschaftliche Lage und auch das Sportangebot wurde verbreitert, wodurch die Mitgliederzahl weiter stieg.

Das Pokalturnier anlässlich des 30jährigen Vereinsjubiläums mit Tombola etc. brachte einen Reingewinn von 3000 DM und eine groß angelegte Alteisensammlung weitere 1500 DM, für die damalige Zeit stolze Beträge. Nun konnten endlich Sportgeräte angeschafft, ein Fußballtrainer finanziert und der Spielbetrieb für die Reserve und die Jugendmannschaften garantiert werden. Neben der Begeisterung von Spielern und Vereinsmitgliedern lagen wohl in diesen Umständen die entscheidenden Gründe für den Erfolg: Die Fußballmannschaft des SVS stieg in die damalige A – Klasse (heute Bezirksliga) auf. Eine Turnhalle für den Sportbetrieb gab es in Steinhausen lange Zeit nicht. Die erste Heimstätte der Steinhauser Sportler war der frühere Lagerschuppen der RaiBa, dem heutigen Standort des Kindergartens. Der alte Schuppen wurde von den Vereinsmitgliedern völlig umgestaltet tat so rund zehn Jahre seinen Dienst, bis Steinhausen endlich eine Turnhalle erhielt.

In der Saison 1963/ 64 schafften die Fußballer des SV Steinhausen den Aufstieg in die A – Klasse. Die Mannschaft, die in der zweiten A – Klassensaison für den SVS auflief, gilt bis heute als einer der Besten in der nunmehr 75 jährigen Vereinsgeschichte. Am Ende der Saison 1965/ 66 belegte die Mannschaft von Trainer Erich Bucher (Biberach) den vierten Tabellenplatz und war zeitweise sogar Spitzenreiter. Der SV Steinhausen spielte bis zum Abstieg 1974/ 75 ununterbrochen in der A – Klasse, also der heutigen Bezirksliga.

In der Saison 1986/87 wurde der SV Steinhausen Meister und stieg von der Kreisliga B in die Kreisliga A auf, wo sich der Verein bis zum erneuten Abstieg 1996 halten konnte. Nur ein Jahr später feierte Steinhausen den bislang letzten Aufstieg in die Kreisliga A, aus der man allerdings 1999 wieder abstieg.

Vom 15.-17.9.2006 feierte der SV Steinhausen sein 75-jähriges Vereinsjubiläum.
Mit buntem Gymnastikprogramm und musikalischer Umrahmung durch die Musikkapelle Steinhausen begann das Jubiläum mit einem Festabend mit den verschiedenen Sportverbänden.
Höhepunkt des Abends war die Ehrung der neuen Ehrenmitglieder Erich Reck, Eugen Gapp, Elmar Lehmann und Eugen Bentele, vorgenommen durch den Vereinsvorsitzenden Ewald Braunmüller. Ebenfalls anwesend waren Eugen Borner, Leonhard Rieger und Anton Braunmüller.

Der 2. Jubiläumstag stand im Zeichen der Jugend und der ehemaligen Fußballer des SV Steinhausen/Rottum.
Es fanden ein Beachvolleyballturnier, Streetsoccer, Spiele der Fußballjugend und Tennis-Vorführungen statt.
Ein Spiel der "Ehemaligen"-Fußballer des SV Steinhausen/Rottum war der sportliche Abschluss.
Der feierliche Tag der Jugend fand bei der Beach-Party und für die ehemaligen Fußballer in der Festhalle statt.

Der Tag der Familie startete am Sonntag morgen mit dem 1. Steinhauser Nordic-Walking-Lauf über 10,5km.
Ein Frühschoppen mit anschließendem Mittagessen und musikalischer Unterhaltung durch die Musikkapelle Steinhausen fand in der Mehrzweckhalle statt.
Des Weiteren fand ein Spielenachmittag auf dem Sportplatz mit Geschicklichkeitsspielen für die ganze Familie großen Anklang.
Ein weiteres Highlight des Nachmittags war das Prominenten-Fußballspiel mit bekannten Personen aus der Gemeinde Steinhausen/Rottum vor einer stattlichen Zuschauerkulisse.

Am 23. März 2007 wurde bei der Jahreshauptversammlung der offizielle Startschuss zum Bau des Sportvereinszentrums gegeben. Diesem Projekt wurde mit einer überwältigen Mehrheit von 88% zugestimmt.

Am 4. April 2007 starb Gründungsmitglied Eugen Borner im Alter von 91 Jahren. Mit Interesse und Freude hätte er auch diesen Meilenstein, wie so viele in seinem Leben in der Geschichte des SVS begleitet und seine Anregungen und Vorschläge gegeben. Leider kann er dies nicht mehr miterleben. Wir werden ihn stets in liebevoller Erinnerung behalten und ein würdiges Andenken bewahren.

2008 stieg die 1. Mannschaft des SV Steinhausen/Rottum nach dem Abstieg 98/99 souverän und unangefochten in die Kreisliga A auf. Mit der Unterstützung der zahlreichen Fans konnte ein schöner Offensivfußball durch die ganze Saison gespielt werden. Die Meisterschaft wurde in Altheim besiegelt und im Rahmen eines Auto-Corso ging es den ganzen Weg bis nach Steinhausen zurück. Die nachfolgenden Festivitäten hielten über mehrere Tage an.

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